Tür#2 Die Macht der Gedanken: Lass es dir am Arsch vorbeigehen

Mit diesem Wissen kannst du die Welt verändern. Zumindest deine eigene.

Kennst du das?: Du fühlst dich mies. Warum? Vielleicht, weil du mit deinen Lieben schon seit Stunden in der Wohnung festhängst und dir zum x.ten Mal die Weihnachtshits von Michael Bublé auf Dauerschleife anhören musst, während die Kleinen nicht aufhören, von Weihnachtsgeschenken zu quasseln. Währenddessen denkst du allerdings ernsthaft darüber nach, ob du in diesem Jahr überhaupt noch irgendwas kaufen solltest. Jedenfalls solange nicht klar ist, wo in Zukunft das Geld herkommen soll. Oder du hast ein ganz anderes Problem: Du möchtest dem Kollegen am liebsten mal ganz offen sagen, dass du ihn gar nicht so toll findest, wie er sich selbst, aber trotzdem von dir und dem Rest der Welt erwartet, dass man seine Genialität doch bitte rund um die Uhr würdigen möge. Vielleicht hast du aber auch den Traum, deinen Kunden/Kitaeltern/Ehrenamtlichen zu offenbaren, dass du darauf verzichten kannst, dir Ratschläge anzuhören, wie du deine Arbeit zu machen hast.

Wut, Scham, Ohnmacht, Angst. All diese Gefühle können in solchen Situationen kommen und einem das Leben schwer machen. Irgendwann kann es sogar in Aggression und Hass umschlagen. Wenn es einen nicht loslässt,  kommt man in die Krise.

Und jetzt kommt der Weg da raus: Hör auf, dran zu denken. Verschaffe dir stattdessen gute Gedanken. Ganz ehrlich: Es funktioniert. Probier’s aus. Ich bin da selber durchgegangen.

Gefühle werden von Gedanken gemacht. Wenn du in deinem Kopf den ganzen Tag über die Szene abspielst, wie der Chef dich kritisiert hat oder jemand ungerecht mit dir umgegangen ist, und du dir sowas denkst wie: „Was für ein Arschloch! Wie kann der nur?!“ „Der blöden Kuh würde ich am liebsten eine runterhauen!“ Oder: „Nach Weihnachten sind wir bankrott. Die Welt wird untergehen“, dann kommen diese Gefühle: Wut, Scham, Ohnmacht, Angst. Und indem du in deiner Erinnerung alle Sätze, die gesagt wurden, alle Probleme, die dir begegnet sind, alle Horrorszenarien, die du dir vorstellen kannst, immer wieder wiederholst, durchlebst du auch alle diese Gefühle in Dauerschleife. Gedanken sind mächtig.

Also was tun? –  Lass es dir am Arsch vorbeigehen. Ich mache das seit Jahren. Vieles ist wirklich echt egal im Vergleich zu den Dingen, dir im Leben wirklich zählen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Die meisten Leute sind auch gar nicht so wichtig wie der Platz, den sie in deinem Leben gerne hätten.

Verschwende keine Lebenszeit mit ständigen Gedanken. An die Kollegin, die dir wohüberlegt mit jedem Satz einen Seitenhieb verpasst, um dir mit voller Absicht dein Selbstbewusstsein anzuknacksen. An die Macke deines Partners, der seine Unterhosen ausschließlich neben den Wäschekorb wirft. An den Chef, der deine Leistung heute schon wieder übersehen hat. Konzentriere dich stattdessen auf das, was dir wirklich wichtig ist. Freue dich über die Leute in deinem Leben, die nett zu dir sind. Ruf sie zur Not an und verschaffe dir ein paar nette Minuten mit ihnen. Denk an das Kompliment deiner Freundin, mit dem sie dir heute Mut gemacht hat. Bleib einfach mal stehen, sieh dich um und sei dankbar für den Sonnenschein auf deinem Gesicht und die Aussicht für deinen Blick. Freue dich, dass du es zum Sport geschafft hast. Dass dir heute eine ätzende Aufgabe erspart geblieben ist. Dass die blöde Kollegin immerhin nicht so blöd ist wie die anderen blöden Kolleginnen, die du auch noch hast.

Und wenn gerade ein absoluter Bad-Hair-Day ist: Steh auf. Geh raus. Iss eine Portion Pommes. Verschaffe dir schöne Erlebnisse.

Wenn du das immer wieder machst, dann trainierst du deinen Blick auf das Leben in eine andere Richtung. Eine positive. Du siehst dann meistens nicht nur das Schwarze. Du kannst auch barmherziger mit Menschen sein, die du früher noch im Traum ermordet hättest. Meistens bekommen Leute noch nicht mal mehr das Prädikat „blöd“ in deinen Gedanken. Die ganze Welt wird einfach zu einem besseren Ort.

Und wenn es dann immer noch nicht besser wird: Lass es. Geh. Das ist es nicht wert. Mach was Besseres. Denn du bist es wert.

Die Bibel sagt: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

Es fängt an in deinem Kopf. Es kann deine ganze Welt verändern.