Seelsorge beim Frisör*

Pastor*innen haben ein schlechtes Image. Ich weiß, wovon ich rede. Ich gehe ins Fitnessstudio. Das ist die Version von 2019, Leuten „aufs Maul zu schauen“, wie unser rebellischer Kirchengründer Martin Luther das mal so schön vorgeschlagen hat. Was da gesprochen wird, ist, wovon alle sprechen. Die besten Restaurant- und Veranstaltungstipps der Stadt habe ich meistens … Seelsorge beim Frisör* weiterlesen

Die Ekklesiologie der neuen Kirche – Ein Anfang

Im Jahr 2060 wird die Apokalypse eintreten. So sagt es die Prophezeiung. Kein Geld, kein Personal, keine Relevanz. Das sind die Zukunftsaussichten der Kirche. Laut Berechnungen wird allein die Nordkirche bereits im Jahr 2030 600 Pastor*innenstellen weniger als eigentlich benötigt besetzen können. Die große Zahl der kirchensteuerzahlenden Babyboomer wird im Ruhestand sein, und nicht nur … Die Ekklesiologie der neuen Kirche – Ein Anfang weiterlesen

#3 Mal ehrlich: Totschweigen ist auch nicht die Wahrheit

Meine Aufgabe als Seelsorgerin ist es, auszusprechen, was nicht gesagt werden darf. Die Unbarmherzigkeit zu durchbrechen, nicht sagen zu dürfen, wie es einem wirklich geht, ist mein Job. Mein Dienst besteht darin, hinter jedes „Es geht schon“ ein „Aber“ zu setzen, hinter jedem aufgesetzten Lächeln das geschluckte Leid zu sehen, und den Raum für Worte … #3 Mal ehrlich: Totschweigen ist auch nicht die Wahrheit weiterlesen

Kirche in der vernetzten Welt – Digitale Kirche als Beziehungsnetz

Die Zukunft der Kirche ist digital. Das ist so sicher wie das Amen in derselben. Warum ist das so? Gucken wir doch mal rein. In den letzten Jahren bin ich ein bisschen herumgekommen und könnte einiges aus den Nähkästchen der evangelischen Gemeinden in Italien, Thüringen, Lübeck, San Francisco und New York erzählen. Was haben die … Kirche in der vernetzten Welt – Digitale Kirche als Beziehungsnetz weiterlesen

Die Reformation des Lebens

Als ich Kind war, durften nicht alle anderen Kinder mit mir spielen. Es war klar, dass ein Mädchen mit noch drei anderen Geschwistern, einem arbeitslosen Stiefvater und einer drei Mal verheirateten Mutter kein guter Umgang ist. Als ich Jugendliche war, war ich immer noch kein guter Umgang, denn ich habe im Kirchengebäude heimlich hinter dem … Die Reformation des Lebens weiterlesen

Kommunikation des Evangeliums läuft am besten ohne Schreibtisch

Als ich Theologie studieren wollte, machte ich einen Termin mit dem Pastor in meinem Ort, der gerade neu seine Stelle bei uns angetreten hatte. Ich war 18 Jahre alt, unsicher, kam aus einem bildungsfernen Haushalt und hatte die Hoffnung, dass er mir meine vielen Fragen über Studium und Beruf beantworten könnte. Ich erinnere mich 20 … Kommunikation des Evangeliums läuft am besten ohne Schreibtisch weiterlesen